Jung und Alt
Heute möchte ich Euch eine Geschichte von Leo Tolstoi nacherzählen,die mich sehr nachdenklich gemacht hat:
Der Großvater war sehr alt und gebrechlich geworden,beim Essen verschüttete er häufig etwas oder weil er nicht mehr richtig kauen konnte,passierte es öfter,daß ihm das Essen aus dem Mund fiel.
Sein erwachsener Sohn und dessen Frau ekelten sich dewegen und wollten nicht mehr mit dem Großvater gemeinsam am Tisch essen,deshalb wurde der alte Mann vom gemeinsamen Essen ausgeschlossen und mußte sein Essen aus einer Tasse alleine in der hintersten Ecke des Raumes neben dem Ofen einnehmen.
Er war zwar sehr gekränkt über das Verhalten seiner erwachsner Kinder,sagte aber nichts.Einmal wollte er seine Tasse ein wenig zur Seite schieben,dabei fiel sie zu Boden und zerbrach.
Die Mutter schimpfte ihn daraufhin und gab ihm in Zukunft das Essen aus der Spülschüssel.Der Großvater war sehr betrübt,doch er ließ sich auch dieses lieblose Verhalten ohne zu Klagen gefallen.
Eines Tages beobachteten die Eltern ihren kleinen Sohn,wie er aus Brettern und Lumpen etwas baute.Darauf fragte ihn die Mutter,was er denn da mache.
Der kleine Junge antwortete ihr:"Ich baue eine Spülschüssel,Mutter,damit wenn Ihr beide alt seid,ich Euch darin das Essen geben kann."
Daraufhin sahen sich die Eltern an und weinten.Sie begriffen,was sie dem Großvater angetan hatten.
Von da an durfte der Großvater wieder mit am Tisch sitzen und wurde von den anderen Familienmitgliedern bedient.
Der Großvater in der Geschichte hatte noch Glück und wurde nicht wie es in unserer modernen Leistungsgesellschaft üblich gewordenen ist,in ein Alten/Pflegeheim abgeschoben.
Mir fällt auf,daß es modern geworden ist,daß jede Altersklasse unter sich bleibt:
Die Kinder und Jugendlichen werden in Kindertagesstätten und Horte abgeschoben und sind es nur noch gewöhnt mit Gleichaltrigen zusammen zu sein.Sie orientieren sich vorwiegend an Gleichaltrigen und wollen denen gefallen,von denen akzeptiert werden.
Eltern oder Großeltern sind nur noch die Grufties,die keine Ahnung haben,die nur nerven.Was sie sagen ist für viele Jugendliche uninteressant geworden,sie freuen sich sogar,wenn das Wochenende vorbei ist und sie wieder mit den Kumpels abhängen können.
Die Elterngeneration versteht nicht,warum sie immer weniger Einfluß auf die Erziehung ihrer Kinder hat,warum ihre Kinder sogar verrohen:
Da sich Kinder und Jugendliche aber häufig mit ihrem unreifen Verhalten gegenseitig verletzen,müssen sie sich eine starke Schutzschicht um ihr Herz legen,was dazu führt,daß sie sehr unsensibel für andere werden.Wer cool ist,der friert.
Doch auch in der Generation der über 20jährigen sieht es nicht viel besser aus:
statt Feste gemeinsam mit allen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu feiern und sich bei Problemen mit den Eltern oder Freunden,die zB schon 50 Jahre alt sind zu beraten,suchen sie auch nur die Nähe zu Gleichaltrigen:
da gibt es 20 plus Parties,30 plus,40 plus Parties,aber Feste,an denen alle,vom Säugling bis zum Greis zusammen sind und miteinander Spaß haben,werden immer seltener.
Als ich ein Teeni war,liebte ich es,in den Ferien zu meiner Oma zu fahren,oft bin ich in den Sommerferien 2Wochen bei ihr gewesen.Sie hat mir immer zugehört und konnte sehr gute Ratschläge erteilen und ich liebte es,von ihr erzählt zu bekommen,wie es früher war,im Krieg,nach dem Krieg,eben zu der Zeit,als ich selbst noch nicht in dieser Inkarnation weilte.Diese gemeinsamen Tage und Wochen möchte ich nicht missen.
Der Besuch einmal im Monat im Altersheim bei den Großeltern wird jedoch bei sehr vielen zu einer unangenehmen Pflichtübung,die man möglichst schnell hinter sich bringen will.Was die alten Menschen erzählen,nimmt man nicht ernst,sie etwa um Rat zu fragen,wie man zB die eigene Ehekrise bewältigt,auf die Idee kommen sehr Viele gar nicht.
Dabei haben doch gerade unsere Alten uns genau das voraus:die Lebenserfahrung.Warum muß man alle Fehler selbst machen,warum profitiert man nicht von der Erfahrung der älteren Generation?
Und wer hat unser Land nach dem Krieg wieder aufgebaut und dadurch unseren Wohlstand,indem wir leben dürfen überhaupt ermöglicht?
In den Ländern,die noch ursprünglicher leben ist es normal,daß alle Generationen unter einem Dach leben,wie es bei uns früher auch einmal war.
Komischerweise haben die keine Probleme mit Verrohung und unsozialem Verhalten der jungen Generation.
Und wenn unsere Kinder erleben müssen,daß wir die Alten einfach abschieben,werden sie es genauso mit uns machen,wenn wir alt geworden sind.
Es gibt ein afrilkanisches Sprichwort,das heißt:
"Um ein Kind zu erziehen,braucht es ein ganzes Dorf:"
Auch die Göttin wird nicht nur als die junge,hübsche,leistungsfähige Frau verehrt,sondern ist 3faltig:junges Mädchen,Mutter und Alte.
Ich wünsche Euch allen ein schönes,erholsames Wochenende
Der Großvater war sehr alt und gebrechlich geworden,beim Essen verschüttete er häufig etwas oder weil er nicht mehr richtig kauen konnte,passierte es öfter,daß ihm das Essen aus dem Mund fiel.
Sein erwachsener Sohn und dessen Frau ekelten sich dewegen und wollten nicht mehr mit dem Großvater gemeinsam am Tisch essen,deshalb wurde der alte Mann vom gemeinsamen Essen ausgeschlossen und mußte sein Essen aus einer Tasse alleine in der hintersten Ecke des Raumes neben dem Ofen einnehmen.
Er war zwar sehr gekränkt über das Verhalten seiner erwachsner Kinder,sagte aber nichts.Einmal wollte er seine Tasse ein wenig zur Seite schieben,dabei fiel sie zu Boden und zerbrach.
Die Mutter schimpfte ihn daraufhin und gab ihm in Zukunft das Essen aus der Spülschüssel.Der Großvater war sehr betrübt,doch er ließ sich auch dieses lieblose Verhalten ohne zu Klagen gefallen.
Eines Tages beobachteten die Eltern ihren kleinen Sohn,wie er aus Brettern und Lumpen etwas baute.Darauf fragte ihn die Mutter,was er denn da mache.
Der kleine Junge antwortete ihr:"Ich baue eine Spülschüssel,Mutter,damit wenn Ihr beide alt seid,ich Euch darin das Essen geben kann."
Daraufhin sahen sich die Eltern an und weinten.Sie begriffen,was sie dem Großvater angetan hatten.
Von da an durfte der Großvater wieder mit am Tisch sitzen und wurde von den anderen Familienmitgliedern bedient.
Der Großvater in der Geschichte hatte noch Glück und wurde nicht wie es in unserer modernen Leistungsgesellschaft üblich gewordenen ist,in ein Alten/Pflegeheim abgeschoben.
Mir fällt auf,daß es modern geworden ist,daß jede Altersklasse unter sich bleibt:
Die Kinder und Jugendlichen werden in Kindertagesstätten und Horte abgeschoben und sind es nur noch gewöhnt mit Gleichaltrigen zusammen zu sein.Sie orientieren sich vorwiegend an Gleichaltrigen und wollen denen gefallen,von denen akzeptiert werden.
Eltern oder Großeltern sind nur noch die Grufties,die keine Ahnung haben,die nur nerven.Was sie sagen ist für viele Jugendliche uninteressant geworden,sie freuen sich sogar,wenn das Wochenende vorbei ist und sie wieder mit den Kumpels abhängen können.
Die Elterngeneration versteht nicht,warum sie immer weniger Einfluß auf die Erziehung ihrer Kinder hat,warum ihre Kinder sogar verrohen:
Da sich Kinder und Jugendliche aber häufig mit ihrem unreifen Verhalten gegenseitig verletzen,müssen sie sich eine starke Schutzschicht um ihr Herz legen,was dazu führt,daß sie sehr unsensibel für andere werden.Wer cool ist,der friert.
Doch auch in der Generation der über 20jährigen sieht es nicht viel besser aus:
statt Feste gemeinsam mit allen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu feiern und sich bei Problemen mit den Eltern oder Freunden,die zB schon 50 Jahre alt sind zu beraten,suchen sie auch nur die Nähe zu Gleichaltrigen:
da gibt es 20 plus Parties,30 plus,40 plus Parties,aber Feste,an denen alle,vom Säugling bis zum Greis zusammen sind und miteinander Spaß haben,werden immer seltener.
Als ich ein Teeni war,liebte ich es,in den Ferien zu meiner Oma zu fahren,oft bin ich in den Sommerferien 2Wochen bei ihr gewesen.Sie hat mir immer zugehört und konnte sehr gute Ratschläge erteilen und ich liebte es,von ihr erzählt zu bekommen,wie es früher war,im Krieg,nach dem Krieg,eben zu der Zeit,als ich selbst noch nicht in dieser Inkarnation weilte.Diese gemeinsamen Tage und Wochen möchte ich nicht missen.
Der Besuch einmal im Monat im Altersheim bei den Großeltern wird jedoch bei sehr vielen zu einer unangenehmen Pflichtübung,die man möglichst schnell hinter sich bringen will.Was die alten Menschen erzählen,nimmt man nicht ernst,sie etwa um Rat zu fragen,wie man zB die eigene Ehekrise bewältigt,auf die Idee kommen sehr Viele gar nicht.
Dabei haben doch gerade unsere Alten uns genau das voraus:die Lebenserfahrung.Warum muß man alle Fehler selbst machen,warum profitiert man nicht von der Erfahrung der älteren Generation?
Und wer hat unser Land nach dem Krieg wieder aufgebaut und dadurch unseren Wohlstand,indem wir leben dürfen überhaupt ermöglicht?
In den Ländern,die noch ursprünglicher leben ist es normal,daß alle Generationen unter einem Dach leben,wie es bei uns früher auch einmal war.
Komischerweise haben die keine Probleme mit Verrohung und unsozialem Verhalten der jungen Generation.
Und wenn unsere Kinder erleben müssen,daß wir die Alten einfach abschieben,werden sie es genauso mit uns machen,wenn wir alt geworden sind.
Es gibt ein afrilkanisches Sprichwort,das heißt:
"Um ein Kind zu erziehen,braucht es ein ganzes Dorf:"
Auch die Göttin wird nicht nur als die junge,hübsche,leistungsfähige Frau verehrt,sondern ist 3faltig:junges Mädchen,Mutter und Alte.
Ich wünsche Euch allen ein schönes,erholsames Wochenende
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