Nur ein Dosenöffner????

Veröffentlicht auf von Moira,die Büffelfrau

Es gibt Leute,die behaupten,Menschen wären für Katzen nur 2 beinige Dosenöffner.Doch dem möchte ich widersprechen:

Katzen suchen sich ihre menschlichen WG Genossen selbst,meistens jedenfalls.

Kater Bruno,ein wunderschöner schwarzer Siam-Burma-Mischlingskater mit gelben Augen verbrachte sein erstes Lebensjahr zusammen mit Leon,einem schon in die Jahre gekommenen Senioren,dem Bruno einfach ein Dorn im Auge war.
Das spitzte sich zu,als Bruno mit einem Jahr geschlechtsreif wude.

Leon verfiel in Depression.Daraufhin beschloß sein menschlicher Gefährte schwerenHerzens,für Bruno ein neues zuhause zu suchen.

Er mußte nicht lange suchen:Bruno verhielt sich den Freunden seines Menschenkumpels gegenüber nicht scheu,aber doch immer mit einer gewissen Distanz.

Als nun eines Abends Uwe auftauchte,einer der besten Freunde seines Menschens,legte Bruno sich auf die Jacke,die Uwe neben sich gelegt hatte und ließ sich streicheln.So etwas hatte er noch bei keinem Besucher gemacht,deshalb fragte sein Mensch Uwe,ob er Bruno ein neues zuhause geben wolle.

Einige Tage später kam Bruno dann zu Uwe.Nachdem er sich erst 2 Stunden unterm Bett verkrochen hatte,sprang Bruno zu Uwe aufs Sofa,ließ sich kraulen und von da an wurden die beiden die dicksten Freunde.

Bruno durfte bald nach draußen und da vWald und Wiesen ums Haus herum war,konnte Bruno nach Herzenslust durch die Natur stromern und Mäuse jagen.

Doch länger als 8 Stunden am Stück blieb er auch an warmen sonnigen Tagen nicht weg,wenn Uwe zuhause war oder im Keller in seiner kleinen Wekstatt Fahrräder reparierte,guckte Bruno alle 3-4 Stunden nach seinem Freund.

Doch leider gab es auch eine gefährliche Straße in der Nähe:die Schnellstraße,die zur Autobahn führt.

Eines Nachs im Sommer hatte Uwe einen schrecklichen Traum,daß  Bruno von einem Auto angefahren worden ist.

Als Bruno über 12 Stunden weg war,erfaßte ihn eine solche Unruhe,daß er ihn suchen ging,doch leider erfolglos.

Am anderen Morgen öffnete Uwe seine Wohnungstüre und erschrak heftig:

Bruno lag schwerverletzt  auf seiner Türmatte.Sofort stand Bruno auf und ging unters Bett.

Doch Uwe hatte die große  Fleischwunde an seiner Hüfte gesehen,er holte die Transportbox vom Schrank und derselbe Bruno,den man sonst immer mit Nachdruck in die Box drängen mußte,ging freiwillig hinein!!!

Er wollte,daß Uwe ihm half,er wußte,wenn einer ihm helfen kann,dann er.

Er hätte sich unter einen Busch zum Sterben verkriechen können,doch Bruno schaffte  mit mehrfach gebrochener!!! Hüfte,wie die Tierärztin diagnostizierte ,die ca 5oom nach Hause,auch wenn er dafür einen ganzen Tag gebraucht hat.

Welches Vertrauen,welche Zuneigung und Zugehörigkeitsgefühl muß zwischen diesen beiden vorhanden sein!

und da behaupten manche,der Mensch wäre nur ein Dosenöffner für die Katze.Wenn dem so ist,liegt es wohl daran,daß der Mensch sich die Zuneigung der Katze verspielt hat durch zB Gleichgültigkeit,tagelanges Nur-Futter-Hinstellen und dergleichen.

Ich habe ja bei Uwe und Bruno und auch bei meinen eigenen beiden Katzen gesehen,was für eine intensive Beziehung und Bindung zwischen Mensch und Tier möglich ist.

Bruno ist inzwischen wieder komplett gesund und der Boss in seinem Revier.

Er läuft mit Uwe gerne zusammen spazieren und zeigt,wie er mit einem Satz auf den höchsten Bäumen oben ist.

Aber dann entdeckt er etwas spannendes und dann muß Uwe eben alleine oder mit mir zusammen weiter spazieren....
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