Herr von Ribbeck auf Ribbeck...ein heidnisches Gedicht?
Jeder kennt wohl das Gedicht vom Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,in dessen Garten ein Birnbaum stand von Theodor Fontane.
Ihr findet es hier:
http://www.vonribbeck.de/html/gedicht.html
Es war schon immer eines meiner Lieblingsgedichte.
Doch daß diese Gedicht nur so strotzt von heidnischer Symbolik,fiel mir erst Jahre später auf:
Da wäre zuerst einmal der Birnbaum selbst:warum ein Birnenbaum und nicht ein Apfel- oder Kirschenbaum?
Die Birne steht für die Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen,für das Erwachen der Sexulität,was mit der Pubertät beginnt.
Schon die Form einer Birne entspricht dem Körperbau einer Frau,die ein sogenanntes "gebärfreudiges Becken" hat,deutet also die Fruchtbarkeit an.
Kinder sind auch nicht so festgefahren wie Erwachsene,sie besitzen noch mehr die Fähigkeit,auf ihre Intuition zu hören,werden noch mehr von ihren natürlichen Instinkten gesteuert wie wir Erwachsenen und besitzen noch die Gabe der Fantasie.
Außerdem sind wir alle Kinder von Mutter Erde und dem Großen Geist.
Der alte Ribbeck wartet nicht,bis die Kinder ihn um eine Birne bitten,nein er stopft sich zur Mittagszeit beide Taschen voll und bietet sie den Kindern,Jungen wie Mädchen an.
Mir fällt dazu spontan die Initiation in die Erwachsenwelt,in die Verantwortung für die Gemeinschaft und das Erwachen der Sexualität ein,aber auch die Initiation als Hexe:
Die Mittagszeit entspricht auch der Phase des jungen Erwachsenen zwischen ca 16 und 25, in der er sich zur Reife entwickelt,die die Herbsteszeit symbolisiert.
Die Natur gibt ihnen dazu aus vollen Händen ihre Gaben und Begabungen und zwar kostenlos.
Aus beiden Taschen erhalten die Kinder die Gaben fürs weitere Leben,also das bedeutet dann wohl,daß Logik und Verstand nicht dominieren,sondern ausgewogen mit der Intuition,dem Bauchgefühl sich entwickeln sollen.
Ebenso die individuellen Begabungen und Talente.
Der Junge kommt in Pantinen daher:
Die Götter beschenken jeden mit Talenten,egal ob arm oder reich.
Außerdem stehen Schuhe für den Lebensweg.
Doch Ribbeck ruft die Kinder zu sich,er stellt ihnen also frei,die Gaben anzunehmen oder nicht.
Es fällt auf,daß er in Mundart die Kinder zu sich ruft,nicht auf hochdeutsch:
Darin wird ebenfalls die Verbindung zum Land,zur Natur deutlich und zwar zu dem Landesteil,indem man lebt:
Das Land prägt die Menschen.Die Menschen leben im Einklang mit ihrem Land und allen Lebewesen,die dazu gehören.
Doch leider stirbt der alte Ribbeck:
die Alte Naturreligion hatte dafür gesorgt ,daß die Menschen im Einklang mit der Naturlebten und in der eigenen Mitte ruhten,da sie ja noch ihre Intuition zur Verfügung hatten und nicht so wie heute nur von Schein- Logik,Verstand und Emotionen beherrscht werden.
Doch jetzt mußte die Naturreligion einer von Menschen gemachten,widernatürlichen,einschränkenden und krankmachenden Religion weichen.
Ribbeck wird aus dem Doppeldachhaus getragen:
Der Abschied nicht nur von der Gleichberechtigung von Mann und Frau,sondern auch vom harmonischen Miteinander von Ratio und Intuition wird versinnbidlicht damit.
Ribbeck stirbt im Herbst,die Zeit der Ernte und Reife:
Die reifen Früchte werden geerntet,die Natur bereitet sich auf den Winter,den scheinbaren Tod vor,der aber nur der Beginn zu neuem Leben ist.
Bei Ribbecks Begräbnis singen die Bauern und Büdner mit Feiergesicht:"Jesus meine Zuversicht" und die Kinder klagen.
Es fällt auf,daß die Erwachsenen nicht als Männer und Frauen bezeichnet werden,es werden nur die Männer genannt und zwar ihre Berufe:
Die neue Religion definiert den Menschen über seinen Beruf,über seinen Nutzen,er ist nicht mehr einfach nur Mensch,wie es sein sollte.
Dabei merken sie nicht einmal ihr Verhängnis:mit Feiergesicht singen sie,während die Kinder klagen,weil sie spüren,daß sie nun nicht mehr die Fülle des Lebens genießen dürfen.
sie ahnen,daß es nun schwerwiegende Einschränkungen geben wird.
Die Frauen zählen nicht mehr,sind nun wertlos oder gar böse in der neuen,nicht im Einklang mit der Natur stehenden Religion.
Die Kinder sind nicht nur altersgemäß als Kinder in diesem Zusammenhang zu verstehen,nein es sind die Kinder von Mutter Erde und dem Großen Geist,also die Heiden,die sich zuerst als Menschen sehen,dann erst als Bauern oder was sie sonst beruflich tun.
Sie fragen sich,wer ihnen nun eine Birne gibt,also sie suchen ihr Glück innerhalb der Schöpfung,direkt in der Natur,während die Anderen,die Christen von darauf warten,von außen,von einem Messias erlöst zu werden.
Der neue Ribbeck knausert,versperrt den Kindern den freien Zugang zu Park und Birnenbaum:
Der Mensch wird der Natur und damit sich selbst entfremdet,die Initiation ins Erwachsenenleben,welche auch die Sexualität beinhalltet, wird von den Christen als sündig bezeichnet,der Zugang wird verwehrt,
die alten Druiden und Priesterinnen werden umgebracht
.
Wer sich getraut,sich öffentlich zum Heidentum,zur Naturreligion zu bekennen wird verfolgt.
Es muß also eine Lösung gefunden werden,den Menschen weiterhin das alte Wissen zu vermitteln:
Die Birne,die dem alten Ribbeck mit ins Grab gelegt wird.
Das alte Wissen wurde in Sagen,Märchen,Geschichten,Aberglauben,Volkslieder und Symbolen versteckt.
Außerdem kann es jeder jederzeit wiederfinden,wenn er in die freie Natur geht und diese bzw ihre Vorgänge beobachtet und lernt,wieder auf die eigene Intuition zu hören.
Die Menschen werden zwar von der Obrigkeit in die Kirche gezwungen,aber die Intuition der Menschen,welche auch aus für das Bewußtsein meist nicht zugänglichen Erinnerungen aller vergangenen Inkarnationen besteht,spricht in Bildern und Symbolen mit jedem Menschen,der sich nur darum bemüht,wieder mit seiner Intuition,mit seinem Bauchgefühl in Verbindung zu treten.
Es flüstert aus dem Birnenbaum eine Einladung heraus:
Das Stimmchen der Intuition/des Unterbewußtseins ist sehr leise,außerdem spricht unser Unterbewußtsein nicht wie unser Verstand in Worten,sondern wie oben genannt, in Bildern,Symbolen und Gerüche zu uns,wir müssen also sehr genau hinhören,um dieses Stimmchen wieder wahrnehmen zu können.
Wenn wir es schaffen,uns wieder mit unserer Intuition und mit den alten Göttern zu verbinden und zu verständigen,werden wir belohnt:
Wir werden initiirt und können wieder im Einklang mit allem,was ist leben und ruhen in unserer eigenen Mitte,wie es sein soll.
Wir werden wieder richtige,wahre Menschen:
Nämlich Kinder der Großen Mutter und des Großen Geistes.
Das Gedicht entstand im 19.Jahrhundert,eine Zeit,die von Restauration der alten,unterdrückenden Verhältnisse geprägt wurde,aber auch von der Romantik,von dem Wunsch,zurück zu den Wurzeln,also zur Natur zu kehren.
Ich wünsche allen ein wunderschönes Lammas!
Mögen die Götter Euch Augen und Herzen öffnen,damit Ihr Eure Begabungen entfalten könnt und reiche Ernte einfahrt!
Ihr findet es hier:
http://www.vonribbeck.de/html/gedicht.html
Es war schon immer eines meiner Lieblingsgedichte.
Doch daß diese Gedicht nur so strotzt von heidnischer Symbolik,fiel mir erst Jahre später auf:
Da wäre zuerst einmal der Birnbaum selbst:warum ein Birnenbaum und nicht ein Apfel- oder Kirschenbaum?
Die Birne steht für die Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen,für das Erwachen der Sexulität,was mit der Pubertät beginnt.
Schon die Form einer Birne entspricht dem Körperbau einer Frau,die ein sogenanntes "gebärfreudiges Becken" hat,deutet also die Fruchtbarkeit an.
Kinder sind auch nicht so festgefahren wie Erwachsene,sie besitzen noch mehr die Fähigkeit,auf ihre Intuition zu hören,werden noch mehr von ihren natürlichen Instinkten gesteuert wie wir Erwachsenen und besitzen noch die Gabe der Fantasie.
Außerdem sind wir alle Kinder von Mutter Erde und dem Großen Geist.
Der alte Ribbeck wartet nicht,bis die Kinder ihn um eine Birne bitten,nein er stopft sich zur Mittagszeit beide Taschen voll und bietet sie den Kindern,Jungen wie Mädchen an.
Mir fällt dazu spontan die Initiation in die Erwachsenwelt,in die Verantwortung für die Gemeinschaft und das Erwachen der Sexualität ein,aber auch die Initiation als Hexe:
Die Mittagszeit entspricht auch der Phase des jungen Erwachsenen zwischen ca 16 und 25, in der er sich zur Reife entwickelt,die die Herbsteszeit symbolisiert.
Die Natur gibt ihnen dazu aus vollen Händen ihre Gaben und Begabungen und zwar kostenlos.
Aus beiden Taschen erhalten die Kinder die Gaben fürs weitere Leben,also das bedeutet dann wohl,daß Logik und Verstand nicht dominieren,sondern ausgewogen mit der Intuition,dem Bauchgefühl sich entwickeln sollen.
Ebenso die individuellen Begabungen und Talente.
Der Junge kommt in Pantinen daher:
Die Götter beschenken jeden mit Talenten,egal ob arm oder reich.
Außerdem stehen Schuhe für den Lebensweg.
Doch Ribbeck ruft die Kinder zu sich,er stellt ihnen also frei,die Gaben anzunehmen oder nicht.
Es fällt auf,daß er in Mundart die Kinder zu sich ruft,nicht auf hochdeutsch:
Darin wird ebenfalls die Verbindung zum Land,zur Natur deutlich und zwar zu dem Landesteil,indem man lebt:
Das Land prägt die Menschen.Die Menschen leben im Einklang mit ihrem Land und allen Lebewesen,die dazu gehören.
Doch leider stirbt der alte Ribbeck:
die Alte Naturreligion hatte dafür gesorgt ,daß die Menschen im Einklang mit der Naturlebten und in der eigenen Mitte ruhten,da sie ja noch ihre Intuition zur Verfügung hatten und nicht so wie heute nur von Schein- Logik,Verstand und Emotionen beherrscht werden.
Doch jetzt mußte die Naturreligion einer von Menschen gemachten,widernatürlichen,einschränkenden und krankmachenden Religion weichen.
Ribbeck wird aus dem Doppeldachhaus getragen:
Der Abschied nicht nur von der Gleichberechtigung von Mann und Frau,sondern auch vom harmonischen Miteinander von Ratio und Intuition wird versinnbidlicht damit.
Ribbeck stirbt im Herbst,die Zeit der Ernte und Reife:
Die reifen Früchte werden geerntet,die Natur bereitet sich auf den Winter,den scheinbaren Tod vor,der aber nur der Beginn zu neuem Leben ist.
Bei Ribbecks Begräbnis singen die Bauern und Büdner mit Feiergesicht:"Jesus meine Zuversicht" und die Kinder klagen.
Es fällt auf,daß die Erwachsenen nicht als Männer und Frauen bezeichnet werden,es werden nur die Männer genannt und zwar ihre Berufe:
Die neue Religion definiert den Menschen über seinen Beruf,über seinen Nutzen,er ist nicht mehr einfach nur Mensch,wie es sein sollte.
Dabei merken sie nicht einmal ihr Verhängnis:mit Feiergesicht singen sie,während die Kinder klagen,weil sie spüren,daß sie nun nicht mehr die Fülle des Lebens genießen dürfen.
sie ahnen,daß es nun schwerwiegende Einschränkungen geben wird.
Die Frauen zählen nicht mehr,sind nun wertlos oder gar böse in der neuen,nicht im Einklang mit der Natur stehenden Religion.
Die Kinder sind nicht nur altersgemäß als Kinder in diesem Zusammenhang zu verstehen,nein es sind die Kinder von Mutter Erde und dem Großen Geist,also die Heiden,die sich zuerst als Menschen sehen,dann erst als Bauern oder was sie sonst beruflich tun.
Sie fragen sich,wer ihnen nun eine Birne gibt,also sie suchen ihr Glück innerhalb der Schöpfung,direkt in der Natur,während die Anderen,die Christen von darauf warten,von außen,von einem Messias erlöst zu werden.
Der neue Ribbeck knausert,versperrt den Kindern den freien Zugang zu Park und Birnenbaum:
Der Mensch wird der Natur und damit sich selbst entfremdet,die Initiation ins Erwachsenenleben,welche auch die Sexualität beinhalltet, wird von den Christen als sündig bezeichnet,der Zugang wird verwehrt,
die alten Druiden und Priesterinnen werden umgebracht
Wer sich getraut,sich öffentlich zum Heidentum,zur Naturreligion zu bekennen wird verfolgt.
Es muß also eine Lösung gefunden werden,den Menschen weiterhin das alte Wissen zu vermitteln:
Die Birne,die dem alten Ribbeck mit ins Grab gelegt wird.
Das alte Wissen wurde in Sagen,Märchen,Geschichten,Aberglauben,Volkslieder und Symbolen versteckt.
Außerdem kann es jeder jederzeit wiederfinden,wenn er in die freie Natur geht und diese bzw ihre Vorgänge beobachtet und lernt,wieder auf die eigene Intuition zu hören.
Die Menschen werden zwar von der Obrigkeit in die Kirche gezwungen,aber die Intuition der Menschen,welche auch aus für das Bewußtsein meist nicht zugänglichen Erinnerungen aller vergangenen Inkarnationen besteht,spricht in Bildern und Symbolen mit jedem Menschen,der sich nur darum bemüht,wieder mit seiner Intuition,mit seinem Bauchgefühl in Verbindung zu treten.
Es flüstert aus dem Birnenbaum eine Einladung heraus:
Das Stimmchen der Intuition/des Unterbewußtseins ist sehr leise,außerdem spricht unser Unterbewußtsein nicht wie unser Verstand in Worten,sondern wie oben genannt, in Bildern,Symbolen und Gerüche zu uns,wir müssen also sehr genau hinhören,um dieses Stimmchen wieder wahrnehmen zu können.
Wenn wir es schaffen,uns wieder mit unserer Intuition und mit den alten Göttern zu verbinden und zu verständigen,werden wir belohnt:
Wir werden initiirt und können wieder im Einklang mit allem,was ist leben und ruhen in unserer eigenen Mitte,wie es sein soll.
Wir werden wieder richtige,wahre Menschen:
Nämlich Kinder der Großen Mutter und des Großen Geistes.
Das Gedicht entstand im 19.Jahrhundert,eine Zeit,die von Restauration der alten,unterdrückenden Verhältnisse geprägt wurde,aber auch von der Romantik,von dem Wunsch,zurück zu den Wurzeln,also zur Natur zu kehren.
Ich wünsche allen ein wunderschönes Lammas!
Mögen die Götter Euch Augen und Herzen öffnen,damit Ihr Eure Begabungen entfalten könnt und reiche Ernte einfahrt!
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