Tikara oder wie man Uraltwunden heilt

Veröffentlicht auf von Moira,die Büffelfrau

Mein Krafttier und geistig-spiritueller Helfer und Heiler ist ein Büffel,genauer :
eine Bisondame namens Tikara.

Richtige Gespräche kann ich nur dann mit ihr führen,wenn ich träume.Aus irgendeinem Grund bin ich im Wachzustand nur in der Lage Bilder von ihr zu empfangen,aber keine richtigen Gespräche sind möglich wie im Traum.

Eines Nachts war sie plötzlich da.In einer sehr ursprünglichen,rauhen und weiten Landschaft saß ich am Fuße eines Baumes,als plötzlich eine Büffel/Bisonherde an mir vorbeirannte.
Plötzlich blieb ein Büffel direkt vor mir stehen:
Er hatte dunkelbraunes,sehr zottelges,struppiges Fell und die ausdrucksvollsten schwarzen großen Augen,in die ich jemals geschaut habe.Über jedem Auge war ein weißer Halbmond zu sehen,wohl das Zeichen,daß es sich um ein Geistwesen handelt.

"Wer bist Du?",fragte ich."ich heiße Tikara und wenn Du möchtest,bin ich ab jetzt  Deine Freundin.Ich kann Dir helfen,Dein bewußtes Denken und Deine Intuition,Dein Bauchgefühl in Einklang miteinander zu bringen bzw Dich dabei unterstützen,daß Dein Bewußtsein und Dein Unterbewußtsein besser miteinander kommunizieren können.Aber nur,wenn Du willst."

Ja,ich wollte!Daran arbeite ich nämlich schon eine ganze Weile.
Tikara bat mich,ihr zu folgen.Sie führte mich zu einer Höhle und sagte zu mir,daß wir dort hineingehen sollen,was wir auch taten:
Am anderen Ende der Höhle angekommen,lag ein faustgroßer,runder,grauer Stein.
Den berührte Tikara mit ihrer Nase.Im selben Moment färbte er sich weiß wie Marmor.Tikara forderte mich auf,den Stein ebenfalls mit meinen Händen zu berühren,was ich auch tat:

Im selben Moment war statt des Endes der Höhle eine Abzweigung zu sehen,die vorher nicht dagewesen war.
Wir folgten der Abzweigung und standen plötzlich in einer wunderschönen,lieblichen Landschaft,die mich an das Taubertal erinnerte,wo meine Oma gelebt hatte.

Tikara trank zunächst einen kräftigen Schluck aus dem Fluß.Ich fragte sie,ob sie mir auch dabei helfen könne,gewisse Fragen über Götter und Geister zu beantworten zB gewisse Mythen erklären.
Sie lachte.Ihr Lachen klang so wunderschön,so glockenhell.

"Mythen sind vom Menschen ersonnen" antwortete sie "Du meinst doch sicher,daß Du mehr über die Geheimnisse der Narur erfahren möchtest bzw ist Dein eigentliches Ziel nicht,wie Du so natürlich wie möglich leben kannst und wie du Deine geistig,spirituellen Kräfte besser einsetzen kannst?", fragte mich Tikara.
"Doch,genau daran möchte ich arbeiten",war meine Antwort.

"Dann laß uns ab heute Freunde sein.Wenn Du aufmerksam bist,kann ich Dir,wenn Du wach bist,Bilder schicken."
"Sehr gerne" ,freute ich mich.

Wir liefen noch ein Weilchen spazieren,dann verabschiedete sie sich.

Am darauf folgenden Tag bummelte ich durch die Stadt.Eigentlich hatte ich nicht geplant,am Schloßplatz in den dortigen großen Bücherladen zu gehen,aber irgenetwas zog mich geradezu dort hinein.

Ich folgte dieser Eingebung.Im Laden selbst zog es mich zu einem bestimmten Regal.Ich nahm eines der Bücher raus im selben Moment sah ich Tikara vor meinem geistigen Auge und spürte,daß sie mir sagen wollte,daß ich das Buch in meiner Hand lesen sollte.

Ich kaufte es.Ein Roman über Ostpreußen,das Land aus dem die Familie meiner Mutter stammt .Ich wurde mit dem Schmerz der Vertreibung,mit dem Verlust der Heimat groß.
Ich sah meine Mutter weinen,wenn eine Doku über Ostpreußen im TV kam bzw über die Vertreibung der Deutschen 1945.


Ich verliebte mich schon als Kind in dieses wunderschöne Land und der Schmerz über den Verlust  ging auf mich über,auch ich weinte häufig bei solchen Reportagen.

Das besagte Buch heißt "Die Mücke im Bernstein" von E.G. Stahl.Wie gesagt eigentlich ein historischer Roman einer ostpreußischen Familie,der mit der Vertreibung/Unterdrückung der heidnischen Urbevölkerung,der Prussen beginnt (um 1300) und damit endet,daß 1947 die letzten beiden Nachkommen nach Alaska emigrierten.

Doch für mich waren die Sätze der Ahne bestimmt ganz zu Beginn.
Ich verstand plötzlich,daß was 1945 passierte nur den Kreis geschlossen hatte:

Die Deutschen dort waren die Nachfahren/Reinkarnationen der deutschen Ordensritter,welche die Urbevölkerung zwangsbekehrten bzw vertrieben haben.

Außerdem begriff ich,daß das Land die Menschen prägt egal woher sie ursprünglich kommen.
Außerdem ist die Natur dort immer noch so schön wie früher:

Perkunos,Saule und Laima haben ihr Land nie verlassen,sie haben nur geschlafen.
Jetzt warten sie nur darauf,daß die Menschen sich erinnern,egal ob sie nun Polen,Russen oder Deutsche sind.

Jeder  kann dorthin fahren.Es ist alles in Ordnung,es ist alles gut so,wie es ist.

Tikara hat mir geholfen,eine neue Sicht zu bekommen,die es mir ermöglicht hat,den Schmerz zu heilen.Sie sorgte dafür,daß ich die Worte zu lesen bekam,die dafür nötig waren,mich von diesem Schmerz zu befreien.

Jetzt bin ich nur noch traurig darüber,keine Malerin zu sein,wenn ich an Ostpreußen denke,aber nicht mehr wegen der Vertreibung,diesem geerbten Schmerz,der nun weg ist.

Danke.liebe Tikara!
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Kommentiere diesen Post
K
Liebe Moira,<br /> <br /> immer wieder machte ich die Erfahrung, dass mir Informationen zugeführt wurden, wenn ich sie brauchte. Andere Menschen bestätigten das. Und auch deine Geschichte zeigt, dass wir Informationen (in deinem Fall das Buch) erhalten, wenn wir "reif" dafür sind.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat
Antworten
M
<br /> Liebe Kiat!<br /> <br /> Stimmt,das ist mir auch schon aufgefallen.<br /> Hätte ich dieses Buch vor einigen Jahren gelesen,ich bin nicht sicher,ob ich damals auch schon fähig gewesen wäre,dieseben Schlüsse zu ziehen.<br /> <br /> Liebe Grüsse von Moira<br /> <br /> <br />